Mittwoch, September 21, 2016

Basilikumsalz

Mögt ihr Basilikum? Also mich verbindet damit ja eine kleine Hassliebe... Ich habe im Sommer eigentlich immer einen Topf Basilikum auf meiner Fensterbank stehen und brauche regelmäßig zumindest einige Blätter davon. Hier ein paar im Salat, da einige in der Tomatensauce... Ihr versteht was ich meine. Aber wenn man nicht gerade Pesto macht, braucht man keinen kompletten Topf. Und ehe man sich versieht, ist er eingegangen. Sehr ärgerlich denn meist ist es doch so, dass man spätestens am nächsten Tag unbedingt wieder ein paar Blättchen gebraucht hätte. Murpheys Law.


Damit mir das jetzt nicht mehr passiert, verarbeite ich regelmäßig Reste zu Basilikumsalz. Das hat nicht nur den Vorteil, dass mir der Basilikum nicht mehr kaputt geht (ich habe einfach keinen grünen Daumen - das beweisen auch die eingegangenen Pflanzen auf meiner Wohnzimmerfensterbank) sondern auch, dass ich im Winter immer einen kleinen Vorrat habe. Luftdicht und dunkel aufbewahrt kann man das Salz so ganz locker in den Winter retten. Schmeckt wunderbar intensiv und hat eine tolle Farbe! Solltet ihr unbedingt ausprobieren!





Und dazu braucht ihr

120 g grobes Meersalz
40 g Basilikum (inkl. Stängel)
1/2 Biozitrone, den Abrieb davon


Den Basilikum abschneiden, waschen und anschließend trocken tupfen. Nun samt der Zitronenschale und dem Salz in einen Mixer geben. 

Bei höchster Stufe so lange mixen, bis ein feines, grünes Salz entstanden ist und keine Basilikumreste mehr zu sehen sind. Während dem Mixen immer mal wieder ausschalten und das Salz nach unten kratzen.

Das Salz nun auf ein Backpapier geben und im Dörrgerät einige Stunden trocknen lassen. Alternativ kann das Salz auch auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausgebreitet und im Ofen oder bei Raumtemperatur offen getrocknet werden. Letzteres dauert ca. 10-15 Stunden, je nach Luftfeuchtigkeit.

Das trockene Salz nun noch durch ein feines Sieb streichen um eventuelle grobe Reste auszusieben und anschließend in ein Glas füllen und luftdicht verschließen.


Montag, September 19, 2016

Getrocknete Tomaten in Öl

Gestern habe ich euch ja von meinem neuen Schätzchen erzählt - meinem Dörrgerät. Ich habe Tomaten in rauen Mengen getrocknet und sie unter anderem auch einfach eingelegt. Was ich daran besonders mag ist, dass ich selber entscheiden kann mit welchen Kräutern sie eingelegt werden und welches Öl verwendet wird. 
Bei den gekauften Tomaten im Glas gibt es für mich zwei entscheidende Probleme - erstens ist die Qualität des Öls meist nicht die beste und zweitens sind diese kleinen Gläschen auch wirklich unverschämt teuer. Wenn man selbst Tomaten im Garten hat, so spart man sich das Geld dafür und hat als tatsächliche Kosten wirklich nur die anderen Zutaten und Strom. Und man weiß sicher, dass die Tomaten absolut reif geerntet wurden. Ihr seht schon, eigentlich spricht so ziemlich alles für selbst getrocknete Tomaten und relativ wenig für gekaufte :o)


Diese Tomaten kann man übrigens ganz wunderbar einfach pur essen oder aber aufs Brot, zu Käse, verarbeitet als Pesto rosso, glein geschnitten in Tomate Mozzarella Waffeln oder in einer One Pot Pasta Caprese verarbeiten. Ein bisschen Kreativität ist gefragt! Und sie schmecken wirklich so lecker.
Für mein Pesto habe ich bisher im die gekauften Tomaten verwendet, das Öl habe ich meist allerdings nicht benutzt weil es mir nicht geschmeckt hat. Bei den selbstgetrockneten und eingelegten Tomaten entscheide ich selbst über die Qualität und kann somit das Öl auch wunderbar für das Pesto weiterverwenden!

Dazu braucht ihr


Tomaten (nach Belieben)
Salz
gutes Olivenöl
Knoblauch
Chili, getrocknet
Rosmarin





Die Tomaten waschen, abtrocknen, halbieren und mit der Schnittfläche nach oben auf die Trockengitter des Dörrgerätes legen. Mit etwas Salz bestreuen und dann in den Dörrautomaten geben. Je nach Größe und Saftigkeit der Tomaten dauert das Trocknen irgendwo zwischen 15-25 Stunden.

Die getrockneten Tomaten aus dem Dörrgerät nehmen und abkühlen lassen. Den Knoblauch schälen, den Rosmarin waschen und das Einmachglas sowie den Deckel sterilisieren. Dazu in einen Topf mit Wasser geben und 5-10 Minuten auskochen und anschließend abkühlen lassen.

Die Tomaten nun mit dem Knoblauch, dem Rosmarin und der Chili in das Glas schlichten und mit Öl auffüllen. Nach dem Auffüllen das Glas einige Male sachte auf die Arbeitsplatte klopfen sodass die Kuftblasen entweichen können. Glas verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. 

Wenn Tomaten entnommen werden, sollte immer darauf geachtet werden, dass die verbliebenen Tomaten mit Öl bedeckt sind.

Das Ölivenöl wird im Kühlschrank fest. Das Glas also vor der Verwendung rechtzeitig auf die Arbeitsfläche stellen.


Sonntag, September 18, 2016

{Werbung} Den Sommer haltbar machen - mein Dörrgerät

Ich habe ja schon sehr lange damit geliebäugelt. Schon seit ein paar Jahren habe ich ein Faible für das Haltbarmachen von Lebensmitteln. Bisher hat sich das aber lediglich auf das Einkochen von ganzen Gerichten beschränkt. So ein kleiner Tante Emma Laden im Keller ist natürlich schon etwas tolles. Aber ich wollte schon sehr, sehr lange einen Dörrautomaten. Und nun endlich habe ich einen! Die Rede ist hier von dem Gerät Fruit Jerky Pro 8* der mir freundlicherweise von Klarstein zur Verfügung gestellt wurde. Schaut euch dieses Schmuckstück einmal an:

http://www.klarstein.com/Kuechengeraete/Doerrautomaten/Fruit-Jerky-Pro-8-Doerrautomat-Dehydrator-630W-8-Etagen-Edelstahl.html
* Kooperationslink

Die letzten Wochen habe ich also alles was mir in die Finger gekommen ist, in den Dörrautomaten gesteckt und ihn auf Herz und Nieren getestet. Heute möchte ich euch nun ein bisschen darüber berichten.

Was auf den ganzen kleinen Bildchen im Internet unter geht, ist die ganz beachtliche Größe des Fruit Jerky Pro 8*. Er ist 32 cm breit, 29 cm hoch, 48 cm tief und kommt mit schlappen 9 Kilo Gewicht daher. Zu groß um ihn dauerhaft auf der Arbeitsplatte stehen zu haben. Zumindest in meiner Küche. Das ist aber auch nicht schlimm, meine Eismaschine ist ja auch kein Dauergast in der Küche. Die Optik des Dörrautomaten gefällt mir mit seinem Gehäuse aus Edelstahlblech außerordentlich gut und hebt sich damit von den meisten Dörrautomaten, die meist aus Kunststoff bestehen, positiv ab. Einzig bei der Tür, die aus dem gleichen Material wie das Gehäuse ist, hätte mir eine andere Lösung besser gefallen. Etwas, wo man durchsehen kann und etwas, wo man die Fingerabdrücke, die man unweigerlich hinterlässt, nicht so gut sehen kann. Den Nutzen des Gerätes schränkt das aber in keinster Weise ein.

Die einzelnen Etagen sind riesig. Bei den ersten Dörrversuchen hatte ich tatsächlich zu wenig Obst und Gemüse um das Gerät komplett zu füllen. Wie der Name schon sagt, hat der Fruit Jerky Pro 8* acht große Etagen und somit eine Trockenfläche von insgesamt 0,85 m². Hört sich im ersten Moment nach nicht so viel an, ist es aber. So bekommt man problemlos 15-20 große Bananen, ca. 4 Kilo Äpfel oder 3,5 kg Cocktailtomaten unter.

Die acht Etagen sind aus Metall und haben kleine Maschen von 7x7 mm. Die Etagen müssen von Hand gereinigt werden und können nicht in den Geschirrspüler gegeben werden. Da die meisten Zutaten aber nahezu rückstandslos trocknen, ist das in meinen Augen nicht wirklich ein Manko.

Zwischen den einzelnen Etagen hat man 2,5 cm Platz sodass auch etwas höheres Dörrgut ohne Probleme untergebracht werden kann, ohne dass man dazu eine komplette Etage auslassen müsste.

Die Bedienung des Gerätes ist kinderleicht, die Bedienungsanleitung überschaubar. Auf der Oberseite des Geräts befindet sich der An- und Ausschalter sowie der Timer. Dieser kann bis du 40 Stunden und 59 Minuten eingestellt werden und das in Minutenschritten. Genauer geht es kaum. Eine kleine Tabelle zeigt, welche Temperaturen für welches Dörrgut geeignet ist - der Temperaturbereich beginnt bei 35 Grad und geht bis zu einer Höchsttemperatur von 68 Grad Celsius.

http://www.klarstein.com/Kuechengeraete/Doerrautomaten/Fruit-Jerky-Pro-8-Doerrautomat-Dehydrator-630W-8-Etagen-Edelstahl.html
* Kooperationslink

Was mir persönlich fehlt, ist ein kleines Rezeptheftchen, das den Start mit dem Dörrgerät erleichtert und einige Ideen zur Verarbeitung einzelner Rohstoffe gibt.

Was für viele, die sich einen Dörrautomaten anschaffen sicherlich keine untergeordnete Rolle spielt, ist die Lautstärke. Und die ist bei diesem Gerät in meinen Augen vertretbar. Ich hatte ihn schon in der Küche aber auch im Esszimmer in Betrieb und habe dabei ungestört lesen oder fernsehen können. Das Umluftgebläse, das sich hinten am Gerät befindet, läuft für mein Empfinden mit einer wirklich vernünftigen Lautstärke.

Was die Ergebnisse anbelangt, so lasse ich erstmal ein paar Bilder sprechen:

Bananen vor und nach dem Trocknen. In diesem Gerät finden ganz leicht 15-20 große Bananen Platz

Kirschtomaten vor und nach dem Trocknen. Mit etwas mehr als 1,5 Kilo kann man 3 Etagen füllen. Für 8 Etagen braucht man schon ungefähr 3,5-4 Kilo

Ich habe schon wahnsinnig viel gedörrt und ausprobiert. Favorit sind und bleiben allerdings die Tomaten. Egal ob Cherrytomaten, Cocktailtomaten oder San Marzano Tomaten - alle haben ein und dieselbe Eigenschaft: Sie schmecken im Sommer einfach um Welten besser als im Winter. Und dieses Aroma kann ich mir nun in rauen Mengen für den Winter konservieren. Ich habe im Garten auch noch ein paar Chilis und jede Menge Kräuter, die in den nächsten Tagen eine Runde im Dörrautomaten vor sich hin trocknen um im Winter dann in meiner Küche Einzug zu halten. Der Vorteil zu den getrockneten Kräutern aus dem Supermarkt? Die Kräuter sind aus meinem Garten, unbehandelt und werden nicht erst durch die ganze Republik (oder Europa) gekarrt, bis sie im Supermarkt zu einem unverschämt teuren Preis auf mich warten.

Meine Kräuterstation im Garten - hier kann regelmäßig geerntet und gedörrt werden um einen Vorrat für den Winter anzulegen
Aber mit dem Dörrautomaten von Klarstein* lässt sich nicht einfach nur Obst- und Gemüse haltbar machen. Wer auf Beefjerky oder Fruchtleder steht kommt hier genauso auf seine Kosten.

Wer Lebensmittel trocknen möchte, der braucht vor allem eins: Zeit. Je nachdem wie trocken man das jeweilige Dörrgut haben möchte, kann das ganze schon mal gut und gerne 24-48 Stunden in Anspruch nehmen. Die Bananen beispielsweise wollte ich sehr trocken haben und habe sie etwa 25-28 Stunden trocknen lassen. Sie waren nach dem Ausschalten des Gerätes noch etwas weich, sind dann mit dem Abkühlen aber komplett ausgehärtet.

Ich persönlich bin kein Fan des Fruchtleder-Trends. Ich habe vor Jahren einmal Fruchtleder probiert und es hat mir einfach nicht geschmeckt. Vielleicht starte ich aber noch mal einen Versuch. Für wen dieses Thema allerdings interessant ist, sollte eines bedenken:
Die Etagen dürfen nicht komplett mit Backpapier ausgelegt werden um die Luftzirkulation sicher zu stellen. Wer also Fruitjerky machen möchte, muss die bestrichenen Backpapierbögen versetzt einlegen (eine Etage im hinteren Teil, bei der nächsten im vorderen Teil usw.). Wie hier Abhilfe geschafft werden könnte? Ich denke ein paar gute, wiederverwendbare Matten, die man sich zurechtschneiden könnte würden die Nutzung des Gerätes hier um ein Vielfaches erleichtern.

Wer das Gerät aber nicht nur zum Dörren von Obst, Gemüse und Fleisch nehmen möchte, der kann den Dörrautomaten auch noch anderweitig einsetzen. Nämlich:
  • zum Gehenlassen und Auffrischen von Teigen
  • zur Herstellung von Joghurt
  • zur Trocknung von selbstgemachtem Müsli
Wer seinen Hefeteig also schneller gehen lassen möchte, keinen extra Joghurtbereiter kaufen will oder die Brötchen vom Vortag zum Frühstück auffrischen möchte, kann für all das den Dörrautomaten einsetzen. 


Und damit wären wir auch schon bei meinem Fazit angelangt:


Ich bin wirklich begeistert! Lange habe ich gezögert, ob ich ein Dörrgerät denn tatsächlich auch nutzen würde und habe eine Anschaffung aus diesem Grund immer nach hinten geschoben. Hätte ich das mal nicht getan... Alleine die Unmengen an getrockneten Tomaten und Kräutern haben bei mir ein regelrechtes Dörrfieber ausgelöst.


Im Kopf habe ich noch eine ganze Reihe an anderen Dingen, die ich gerne ausprobieren möchte und werde euch darüber natürlich auf dem Laufenden halten. 
Ich persönlich werde das Gerät zwar nicht zur Herstellung von Fruchtleder nutzen, da ich es einfach nicht mag, aber das wäre wohl der einzige Punkt, den ich bemängeln würde. 
Abgesehen davon, bin ich von diesem Dörrgerät wirklich begeistert! Wenn ihr also schon immer mal mit der Überlegung gespielt habt, euch einen Dörrautomaten anzuschaffen, dann schaut euch dieses Exemplar mal genauer an!


Der Beitrag ist in Kooperation mit Klarstein entstanden und alle mit * gekennzeichneten Links sind Kooperationslinks

Donnerstag, September 15, 2016

Pfannkuchen mit Zucchini-Ricotta-Füllung

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich euch ja schon angedroht, dass es demnächst öfter Crêpe und Pancake Rezepte bei mir auf dem Blog geben wird. Und hier sind wir! Ich liebe Pfannkuchen aber es muss ja nicht immer die süße Variante sein. Es darf gerne auch mal etwas herzhafter zugehen. Aktuell ist es ja fast noch zu warm um sich an den Herd zu stellen und Crêpes auszubacken aber das gute Wetter soll ja jetzt die nächsten Tage erstmal dem Regen Platz machen.


Genau das richtige Wetter also, um die Crêpepfanne zu schwingen und die letzten Zucchini der Saison verarbeiten. Uns haben die Pfannkuchen mit Zucchini Ricotta Füllung so gut geschmeckt, dass es fast schon schade ist, dass es bald wieder Herbst wird und es keine Zucchini mehr gibt. Aber dann lasse ich mir eben andere leckere Varianten einfallen mit denen ich euch dann bombardieren kann. Aber es wird definitiv auch endlich mal ein süßes Pfannkuchen Rezept geben. Ich warte nur noch darauf, dass das Wetter schlechter wird und man ein bisschen Comfortfood braucht - Futter für die Seele und die trüben Tage!


Für die Crêpes braucht ihr

180 g Weizenmehl
50 g Butter, zerlassen und abgekühlt
400 ml Milch
4 Eier (M oder L)
1/2 TL Salz
Pfeffer
Piment d'Espelette
etwas Öl


Für die Füllung braucht ihr

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
800 g Zucchini
250 g Ricotta
150 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
1 Handvoll Basilikumblätter
Muskat
Salz
Pfeffer
Lemonmyrtle (Zitronenmyrte) oder den Abrieb 1/2 Zitrone
etwas Öl


Außerdem

50 g Parmesan, frisch gerieben



Ich mache den Crêpeteig immer im Blender. Dazu werden alle Zutaten in den Blender gegeben und für 20 Sekunden kräftig gemixt, bis ein glatter Teig entstanden ist. Wer keinen Blender hat kann den Teig auch in einer Schüssel machen. Dazu die Milch zusammen mit den Eiern, Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette und der zerlassenen Butter in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen verrühren. Nun das Mehl darüber sieben und mit dem Schneebesen so lange verrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.

Den fertigen Teig für ca. 30 Minuten abgedeckt quellen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten.

Dafür die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Enden der Zucchini abschneiden und mit der Reibe zu groben Raspeln reiben.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zwiebel und den Knoblauch darin 1-2 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Nun die Zucchiniraspel dazu geben und auf höherer Stufe ca. 5 Minuten garen. Mit Salz, Pfeffer, Lemonmyrtle und etwas Piment d'Espelette abschmecken.

Die Zucchinimischung anschließend in ein Sieb geben und dieses über eine Schüssel hängen damit die überschüssige Flüssigkeit abtropfen kann. Die Mischung so ca. 30 Minuten abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Ricotta mit dem Frischkäse glatt rühren und den Basilikum waschen, trocken tupfen und hacken. Mit etwas Muskat würzen und zur Seite stellen.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und bei mittlerer bis hoher Hitze erwärmen. Nun einen Crêpe nach dem anderen darin ausbacken. Die fertigen Crêpes auf einen Teller geben und mit etwas Frischhaltefolie abdecken. Bei einer wirklich großen Crêpepfanne wie meiner ergibt das Rezept genau 6 Crêpes. Wer eine kleinere Pfanne benutzt, erhält logischerweise ein paar Crêpes mehr.


Die Zucchinimischung nun zur Ricotta-Frischkäse-Creme geben und alles gründlich vermischen. Nochmals abschmecken und ggf. mit etwas Salz und Pfeffer nachwürzen.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Crêpes nun gleichmäßig mit der Ricottacreme bestreichen. Bei 6 Crêpes sind das 2-3 gehäufte EL pro Crêpe. Dabei bis zu den Rändern streichen. 


Die Crêpes nun aufrollen und in eine Auflaufform setzen. Mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten backen.

Dienstag, September 13, 2016

Zwetschgenwähe - Zwetschgenkuchen mit Quarkcreme

Spätsommer ist bei mir automatisch auch Zwetschgenzeit. Bei uns gibt es jedes Jahr so viel Zwetschgenkuchen aber noch nie habe ich es geschafft, euch auch ein Rezept zu präsentieren. Und der Grund dafür ist eigentlich auch ein ganz einfacher. Ich liebe, liebe, LIEBE es, wenn der Zwetschgenkuchen noch warm ist. Also ist es beinahe jedes Mal das gleiche Drama - ich backe den Kuchen, hole ihn aus dem Ofen, lass ihn ganz kurz abkühlen und haue dann hemmungslos rein bis der Hosenknopf drückt. Diese Kombination aus Hefeteig, säuerlichen Zwetschgen und Streuseln ist göttlich.


"Streusel? Auf dem Foto sehe ich gar keine Streusel!" denkt ihr euch jetzt wahrscheinlich, nicht wahr? Das stimmt auch so. Das hier ist nämlich der wirklich einzige Zwetschgenkuchen, den ich vollständig abkühlen lasse. Ich mag die Quarkmasse nämlich nicht warm. Glück für euch, Pech für mich... Ich muss mit dem Essen immer noch ein bisschen warten. Also habe ich die Gunst der Stunde genutzt und ein paar Fotos geschossen - bevor ich dann auch hier hemmungslos zugeschlagen habe.


Zu Zwetschgen habe ich übrigens ein ganz besonderes Verhätnis... Zwei Mal bin ich beim Klauen selbiger erwischt worden. Das heißt, ein Mal wurde ich zur Rede gestellt, das andere Mal habe ich meine Beine - und einen 5 kg Sack Zwetschgen - in die Hände genommen und weggerannt. Das kann ich hier ja jetzt offen zugeben, diese Straftaten sind nämlich erstens schon verjährt und zweitens war ich zum Tatzeitpunkt noch strafunmündig :o) Lange Rede, kurzer Sinn, los geht's:

Für 1 Blech braucht ihr

Für den Teig:
520 g Weizenmehl (Type 550)
75 g Zucker
100 g Butter, zimmerwarm
1 Ei (M)
250 ml Milch
20 g Frischhefe
1/2 Zitrone, den Abrieb davon
1 Prise Salz


Für den Belag:
2 kg Zwetschgen
500 g Quark (40% Fett)
200 g Schmand
150 g Zucker
50 g Speisestärke
5 Eier
1/2 Zitrone, den Abrieb davon
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz


Für den Hefeteig zunächst die Milch lauwarm erhitzen. Die Hefe zusammen mit 1 Esslöffel des Zuckers zur Milch geben und verrühren bis sich die Hefe aufgelöst hat. Zur Seite stellen.

Das Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Den Abrieb der Zitrone, den restlichen Zucker, das Ei, die weiche Butter sowie die Prise Salz dazu geben. Nun die Hefemilch in die Schüssel geben und mit der Küchenmaschine (oder von Hand) in 8-10 Minuten zu einem homogenen Teig kneten. Der Teig darf noch an der Schüssel kleben, sollte aber nicht zu weich sein. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch bedecken und an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat (je nach Umgebungstemperatur 1-2 Stunden).

Für die Füllung die Zwetschgen waschen, halbieren und den Kern entfernen. Die Zwetschgenhälften oben der Länge nach etwas einschneiden.

Nun den Quark zusammen mit dem Schmand, dem Zucker, den Eiern, der Stärke, dem Zitronenabrieb, Zimt sowie der Prise Salz in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen glatt rühren.

Den Teig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf die Größe des Backblechs ausrollen. Nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und einen kleinen Rand hochziehen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Zwetschgen nun mit der eingeschnittenen Seite nach oben fächerartig (und ziemlich eng) auf den Teig schlichten.

Den Guss gleichmäßig über den Zwetschgen verteilen und dann auf mittlerer Schiene für 50-55 Minuten backen. Der Guss sollte fest sein und der Rand etwas Farbe annehmen.